Titel Programmheft Schiffbauergasse 09_2017_lq
Programmheft Schiffbauergasse


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Über den Standort


(C) Potsdam Museum

Heute ist die Schiffbauergasse ein moderner Ort für zeitgenössische Kultur und innovatives Gewerbe. Wie man jedoch schon an den historischen Gebäuden erahnen kann, hat der Standort eine spannende Historie!

Potsdam hat sich erst ab Beginn des 19. Jhdt. über seine barocken Grenzen hinaus ausgedehnt. Es entstanden weitere Siedlungs- und Nutzungsbereiche „vor der Stadtmauer“, zu denen auch das Areal an der Schiffbauergasse zählt. Geografisch liegt die Schiffbauergasse in der heutigen „Berliner Vorstadt“ auf einem schmalen Landstreifen zwischen dem Heiligen See und dem Tiefen See. Noch im 17. Jahrhundert war dies alles weitgehend unbebaut und wurde „Potsdambsches Stopelfeld“ genannt. Doch bereits ein Jahrhundert später stand die Schiffbauergasse im Zeichen frühindustrieller, damals hochmoderner Entwicklungen: John Barnett Humphrey, gebürtiger Engländer, begann 1817 unter Aufsicht der königlich-preußischen Regierung mit dem Bau von Dampfschiffen und gab so dem Standort seinen Namen. 1819 lief an der Schiffbauergasse das damals größte Dampfschiff, die "Fürst Blücher" mit 61 Meter Länge, vom Stapel.

Mit der Neuerschließung des Standortes Anfang der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts konnten Veranstaltungs- und Produktionsstätten für Kunst und Kultur errichtet bzw. alte Gebäude dafür umgebaut und saniert, aber auch attraktive Bauflächen und Räume für neues, modernes Gewerbe gewonnen werden.

Jungsteinzeit, um 3.500 v.Chr.


Im Jahr 2002 stießen Archäologen auf dem Baugelände des Volkswagen Design Center auf eine jungsteinzeitliche Anlage: Ein breiter Graben umschloss eine mehrere Hektar große Fläche, die vermutlich für religiöse Feste genutzt wurde. Das Erdwerk markierte die Grenze zwischen Heiligem und Profanem, Diesseits und Jenseits. Im Graben fand man eine rund 5.500 Jahre alte Streitaxt aus grünem Diabas, einer wertvollen Steinsorte. Der seltene Kultgegenstand wurde wahrscheinlich als Opfergabe versenkt. Eine solche Anlage wurde damit erstmals im Land Brandenburg nachgewiesen, ist also ein sensationeller Fund.

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