Titel Programmheft Schiffbauergasse 11_2017_lq
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Reithallen und Reitställe

Ab 1822 wurde auf einem Teil des ehemaligen Garnisonholzhofs die ersten Gebäude nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel errichtet, eine H-förmige Reitstallanlage und eine große Reithalle (heute "Schinkelhalle" genannt). Die Gesamtanlage umfasste zwei Reitplätze. Der hintere war havelseitig geschlossen, der vordere hingegen für jedermann einsehbar und nur durch ein großes schmiedeeisernes Gitter von der Straße getrennt - der Volksmund sprach vom "Reittheater", in dem die Kavallerie auftrat. Im Laufe des vorletzten Jahrhunderts wurden die Schinkelschen Reitställe durch weitere ergänzt. Im Jahr 1915 wurde die vierte Reithalle für die Garde-Husaren errichtet. Gestalterisch der schinkelschen Reithalle verpflichtet, überspannen große freitragende Stahlbinder die Breite von 26,5 m. Nach 1945 wurde die Schinkelhalle von sowjetischen Streitkräften u.a. als Garage benutzt. Heute ist nur noch eine Zeile dieser ältesten Reitställe erhalten, der Rest fiel 1976 dem Bau der Humboldtbrücke zum Opfer. Die Konzentration von vier Reithallen samt zugehörigen Ställen auf so engem Raum war einmalig und ist daher von hohem Denkmalwert.

Schinkelhalle


Die Schinkelhalle gehört zu den ältesten Gebäuden auf dem Gelände und steht unter Denkmalschutz. 1823 nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel fertig gestellt, war sie Teil der ursprünglich H-förmigen Reitstallanlage, die ab 1822 auf dem Garnisonsholzhof errichtet wurde. Die Schinkelhalle hat eine Länge und Breite von 40x18,2m. Mit dem offenen Dachstuhlhängewerk aus massiven Kieferbalken konnte der Einbau von Mittelstützen vermieden werden, der für eine Reitbahn hinderlich gewesen wäre. Das Gebäude ist mittlerweile komplett denkmalgerecht saniert . Als herausragendes Einzeldenkmal und Beleg für einen sonst nicht mehr vorhandenen Bautypus im Werk von Schinkel wird sie jetzt als Veranstaltungshalle für Konzerte, Events und Großveranstaltungen genutzt.

Reithalle A


Vier denkmalgeschützte Reithallen befanden sich auf dem Kasernengelände. Die Reithalle A wurde 1915 als vierte Halle anlässlich der Heeresverstärkung nach Plänen des Architekten Robert Klingelhöffer, Königlicher Baurat im Heeres-Bauamt II, erbaut. Gestalterisch in neoklassizistischer Bauweise der schinkelschen Reithalle verpflichtet, überspannen große freitragende Stahlbinder die Breite von 26,5 m. Seit 1998 befindet sich dort das Kinder- und Jugendtheater des Hans Otto Theaters. Der damals hochmoderne „Kühlstall“, der zur langsamen Abkühlung vom Training erhitzter Pferde diente, wird heute als Foyer genutzt.

Reithalle B

Die Reithalle B diente ebenfalls der Schauspielkunst und dem Tanztheater durch Nutzungen von T-WERK und fabrik Potsdam. Nun ist hier die Probebühne des Hans Otto Theaters untergebracht.

Reitställe am "Schirrhof"

Zur Gardehusarenkaserne gehörte ein großer Komplex von Reitställen, die über eine interne Verbindung an die Schinkelhalle angeschlossen waren. Ross und Reiter konnten so bei jedem Wetter gedrillt werden. Bis heute lässt sich  an zahlreichen erhaltenen Details die Funktion der Bauten ablesen. In den bereits sanierten denkmalgeschützten Reitställen am Schirrhof (hier wurden Pferde und Wagen angeschirrt) sind heute untergebracht das T-Werk und der Kunstraum Potsdam. Mit Fertigstellung des 2. Bauabschnitts folgen im Herbst 2007 Tanzstudios, das private Kunstmuseum Fluxus +, zusammen mit der "Aktionshalle" für diese ein Foyerbereich, dazu auch Gewerbeflächen für unterschiedlichste Zwecke, wie z.B. einen Bio-Frischmarkt, für Kulturfirmen und -Verbände.


T-Werk: Theater im Reitstall

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Reithalle A und B: Hans Otto Theater
Reitställe: T-Werk
Reitställe: Kunstraum Potsdam
Reitställe: museum FLUXUS +
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